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Im
heutigen How² zeigen wir euch, wie man einen einen Radiator aus dem Auto so
umbaut das man ihn in die Wasserkühlung seines PCs einbauen kann.
Als erstes
benötigen wir natürlich den Radiator. Da solche ebenfalls in Autos eingebaut
werden um das Kühlwasser zu kühlen sind wir zu einem Schrottplatz in der
Nähe gefahren um uns einen ausgedienten Kühler zu kaufen. Zuvor haben wir
uns natürlich Gedanken darüber gemacht wie groß er sein soll. Da wir ein
möglichst gutes Kühlsystem erhalten wollen, welches im Passivbetrieb
betrieben werden kann, haben wir einfach die Größe der Seitenwand
ausgemessen an die später der Radiator montiert wird. Am Schrottplatz
angekommen hatten wir lange Zeit um uns einen geeigneten Kühler auszusuchen.
Wir haben uns dabei für einen Kühler eines alten ´87 VW POLOs entschieden.

Man
sollte vielleicht auch ein wenig darauf achten das die Lamellen nicht so
stark verbogen sind. Denn dieses kann bei extremen zu schlechteren
Kühlergebnissen führen und sieht zudem auch nicht besonders schön aus.
Auf dem Weg
nach hause haben wir noch an einer Tankstelle angehalten und haben mit einem
Hochdruckreiniger vorsichtig den groben Schmutz und diverse Kleintiere vom
Kühler gelöst. ;)
Bevor man nun
weiter macht sollte man den Radiator gründlich ausspülen. Da sich Dreck und
andere Verunreinigungen im Radiator aufhalten können. Dazu haben wir einen
Gartenschlauch in den Anschluss gehalten und somit den Schmutz ausgespült.
Dieser Vorgang sollte ruhig gründlich gemacht werden um einen eventuelle
Verstopfung des Wasserkühlungssystems zu vermeiden.
Wenn dann der
Radiator gut durchgespült wurde, sollte man sich überlegen wie man den
Schlauch seiner Wasserkühlung auf den ca. 32mm großen Anschluss der
Auto-Radis bekommt. Wir haben das Problem mit eine Art selbstgebauten
Adapter gelöst. Dazu haben wir in ein 10mm dickes Plexiglas ein 11,5mm
großes Loch gebohrt. anschließend konnten wir mit einem Gewindebohrer ein
1/8 Zoll Gewinde schneiden. Dabei sollte man vorsichtig sein und versuchen
das Gewinde gerade zu schneiden.

Anschließend
haben wir den Bereich des frisch geschnittenen Gewindes so ausgeschnitten
das er in den Anschluss unseres Auto-Radis passt. Um ein ziemlich genaues
Maß zu erhalten haben wir den Anschluss den Auto-Radis ein wenig gekürzt.

Nun kann
man das abgeschnittene Teil auf das selbst geschnittene Gewinde legen und
einfach den benötigten Bereich anzeichnen. dann nur noch mit einer Stichsäge
aussägen. Da wir 2 Anschlüsse haben (Eingang und Ausgang) brauchen wir
natürlich auf 2 von unseren Plexi Ringen. Also wiederholen wir das ganze
noch einmal um einen 2ten Ring zu erhalten ;)
Wenn man
dieses geschafft hat muss natürlich der Ring auf die Größe der Kühlers
angepasst werden. Dieses ist mit einer Feile gut möglich. Dabei sollte es so
machen das der Ring ganz stramm in den Anschluss passt. Als kleine
Sicherheit, nicht das man mal am schlauch zieht und alles an der Hand hat ;)
Hier unser
Ergebnis:

Wenn man
dieses dann geschafft hat, sollte man vorsichtshalber noch ein wenig Silikon
an den Ring machen. Wir empfehlen welches von der Firma Sikaflex. Dieses ist
unter anderem auch aus dem Bootsbereich und wird zur Abdichtung genutzt.
Das Zeug klebt wir der Teufel und ist das Beste was wir bis jetzt gesehen
haben. Also kann es sicherlich nicht schaden einen kleinen klecks auf des
Plexi Ring zu tun. Da unser Ring sehr stramm in den Anschluss geht, haben
wir vorsichtig mit einem Hammer nachgeholfen. Aber Achtung, es kann auch
sein das der Anschluss kaputt geht, weil der Plexi Ring zu stramm ist.
Obwohl wir uns das nicht ganz vorstellen können, weil der Anschluss am
Auto-Radi bei uns eine Wandstärke von über 3mm hat und man ihn dadurch kaum zerstören kann.
Aber man weiß ja nie. Also vorsichtig den Plexi
Ring in den Anschluss treiben. Wenn dieses fertig ist sollte man das Ganze
noch vom verschmierten Silikon erntfernen und trocknen lassen.

Während die
Anschlüsse trocknen kann man sich mit anderem beschäftigen. Wir haben
deshalb die Zeit genutzt überflüssige Anschlüsse zu verschließen.

Das haben wir
wieder mit Silikon (Sikaflex) getan. Einfach den überflüssigen Anschluss
kürzen, so das noch ca. 1cm steht und dann ein wenig Silikon (Sikaflex) rein
spritzen.

Wenn das
Silikon getrocknet ist kann man noch die Lamellen mit einer Nagelfeile oder
ähnlichem gerade biegen.
Wir haben es
Vorgezogen den Radiator noch ein wenig zu lackieren. Dieses sollte man aber
sehr dünn machen, da der Lack sonst Isolierend wirken könnte. Wenn man den
Radiator dann fertig hat ist es sehr wichtig das man ihn erst noch mal auf
Dichtheit Prüft um eventuelle Schäden zu vermeiden. Die Befestigung ist von
Radiator zu Radiator verschieden, je nach Modell und Bauform. Deshalb gehen
wir auf dieses Thema nicht näher ein, zeigen euch aber ein Bild von unserer
Befestigungs-Methode. Mit der ausrede ein Bild sagt mehr als tausend Worte
;) . Ihr solltet nur darauf achten das der Radiator nicht stramm am Case,
sondern ca. 3cm absteht so das die Luft dahinter besser zirkulieren kann.

Hier
noch mal 2 Bilder im montierten zustand.
 
Nach
Inbetriebnahme des Radiators haben konnten wir unser System passiv
betreiben. Da schon ein HFT Dual im Deckel des Gehäuses war haben wir ihn
drin gelassen und mit eingebunden. Sieht ja nicht so schön aus wenn man ein
riesen Loch im Rechner hat *LoL*
Trotz
Übertaktung eines 2500+ (fsb 219, Multi 11,0, v-core 1,70) kamen wir auf
eine Temperatur von 36°C beim normalen Surf betrieb im Internet. Axo, dazu
soll gesagt sein, das der Prozessor von einem CF-1 gekühlt wir und nicht nur
Prozessor, sondern auch NB, GPU, HDD, und sogar das Netzteil gekühlt wir.
Also alles in einem eine sehr gute Kühlleistung und absolut Lüfterlos;
solche Temperaturen erreicht so manche Wasserkühlung noch nicht mal im
Aktiven Betrieb mit Lüfter auf +12 Volt :)
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